Der Glanz vergangener Zeit

Die Erfüllung eines Traums

 

Die Idee vom Automobil

hat schon immer in den Träumen und Vorstellungen der Menschen existiert. Bereits in den Zeichnungen von leonardo da Vinci, den sogenannten "Codice Atlantico", und sogar schon in den Schriften des Hero von Alexandrien, der bereits 150 vor Christus 

die Möglichkeit ahnte,

Pferdekraft durch Dampfkraft zu ersetzen und

somit eine neue Art der Fortbewegung zu erschaffen,

spiegelt sich dieser Grundgedanke wider.

 

Leonardo da Vinci (1452 – 1519)

Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph.

Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten.

 

Die Planung und Entwicklung des Automobils schlug so viele verschiedene Wege ein, einige decken sich, andere verliefen parallel.

So wäre es extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich den alleinigen Inhaber dieser Erfindung nachzuweisen.

 

 

Mann nimmt heute an, dass dieser komplizierte Prozess der Erfindung des Automobils in Westeuropa statt fand.

 

Gleichwohl war die Schweiz in der Lage, mit grossartigen technischen Erfindungen Schritt zu halten.

Das sind unsere Mütter und Väter von Schweizer

Erfindungen

Unser dokumentiertes Wissen beginnt in den letzten 20 Jahrendes 19. Jahrhunderts

 

Die Schweiz gehört zu den am frühesten industrialisierten Ländern.

Wie in England begann die Industrialisierung bei der Textilherstellung, deren Mechanisierung führte zum Aufbau der Maschinenindustrie und der Chemischen Industrie (Herstellung von Farbstoffen!).

 

Die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln half einerseits bei der Versorgung der nun stark wachsenden Bevölkerung

(Haltbarmachen von Lebensmitteln!), andererseits

konnten so die Hausfrauen entlastet werden

(allerdings nicht aus Menschenfreundlichkeit,

sondern damit man sie ebenfalls in den Fabriken als Arbeitskräfte einsetzen konnte).

 

Der Aufbau der Industrie und der Eisenbahnen erforderte grosse Geldmittel, Banken und Versicherungen fanden ein weites Betätigungsfeld.

 

Die Textilindustrie gab Anstoss zur Entwicklung weiterer Industriezweige: Schwerindustrie (Eisen- und Stahlproduktion), Maschinenindustrie und Chemische Industrie. Ab 1804 stellte Johann Konrad Fischer in Schaffhausen Gussstahl nach britischem Verfahren her. 1805 begann Hans Caspar Escher in der Aktienspinnerei Neumühle, selbst Spinnmaschinen zu konstruieren, um sich von ausländischen Produkten unabhängig zu machen.

Ab 1810 verkaufte er seine Maschinen auch an andere Unternehmen.

Aus der Spinnerei entstand die Maschinenfabrik Escher, Wyss & Co. Zürich.

 

Die Kontinentalsperre verhinderte ab 1806 Importe aus Grossbritannien, zudem war es zeitaufwändig und teuer, für die Reparaturen ausländische Mechaniker aufzubieten.

Die 1790 gegründete Baumwollspinnerei Johann Jacob Rieter & Co. in Winterthur - Töss begann nach Eschers Beispiel ebenfalls mit dem Bau eigener Maschinen.

Die 1810 gegründete Spinnerei Michael Weninger & Co in Sankt Georgen (SG) richtete von Anfang an eine Maschinenwerkstätte ein.

Die traditionelle Handspinnerei wurde bis 1814 von der maschinellen Spinnerei völlig verdrängt.

 

Dampfmaschinen hatten in der Schweiz wegen der reichlich vorhandenen Wasserkraft und dem gleichzeitigen Mangel an Kohlevorkommen

nie ein annähernd vergleichbare Bedeutung wie in anderen Industriestaate.

 

Einzig bei den Eisenbahnen und Schiffen kam man

- bis zur Einführung des elektrischen Betriebes in den frühen 1920er Jahren, bei dem die Schweiz wiederum wegen des Kohlemangels eine Pionierrolle spielte - nicht an ihnen vorbei.

 

1834

gründete Johann Jakob Sulzer mit seinen beiden Söhnen in Winterthur eine Eisengiesserei, aus der noch im 19. Jahrhundert eine Maschinenfabrik (weltbekannte Schiffsdieselmotoren), eine Lokomotivfabrik (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, SLM, vom ehemaligen Sulzer - Mitarbeiter und Erfinder der Ventildampfmaschine Charles Brown 1871 gegründet) und im 20. Jahrhundert eine Medizintechnik - Firma (Sulzer Medica) hervorgingen.

 

1842

eröffnete Kaspar Honegger von Rüti in Siebnen SZ eine Webmaschinenfabrik, deren Produkte reissenden Absatz fanden.

 

Die Liste der Firmengründungen von 1800 - 1900 liest sich wie das

"Who is who" der Firmen, die in der Schweizer Wirtschaft heute Rang und Namen haben.

 

Bereits 1878

konstruierte der Zürcher Albert Schmidt ein Dampfautomobil und fuhr damit in 15 Tagen nach Paris an die Weltausstellung.

 

1896

begann die schon länger bestehende Maschinenfabrik Adolph Saurer in Arbon TG mit dem Bau von Autos und 1903 auch von Lastwagen.

 

Eine ganze Reihe weiterer Firmen stiegen ebenfalls ins Autogeschäft ein, mussten aber schon bald wieder aufgeben.

 

 

 schon ab 1769 fuhren Fahrzeuge mit Dampf

und ab 1881 elektrisch.

 

Der Konkurrenzkampf blieb lange offen:

 

Um 1900 – jenem Jahr, in dem Ferdinand Porsche seinen allradgetriebenen elektrischen Lohner-Porsche vorstellte –

 

 

1859

erbohrte Colonel Edward L. Drake im OIL Creek in Pennsylvania die 

erste Ölquelle

 

1886

liess Carl Benz sein “Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb” patentieren

 

1888

meldete John Boyd Dunlop das erste Patent zur Vulkanisation von

         Fahrradluftreifen an.

 

Damit war das Automobil mit Verbrennungsmotor, wie wir es heute kennen, geboren.

 

 

Anno 1886 entwickelten die späteren Partner

Carl Benz und Gottlieb Daimler in Deutschland

parallel und unabhängig voneinander ihre Fahrzeuge.

Am Ende machte Benz knapp das Rennen. 

 

 

Auch das Auto, hat wie es sich gehört eine Geburtsurkunde. Es ist die Patentschrift Nr. 3743 vom 29. Januar 1886. Sie wurde von der Firma Benz und Co. eingerecht.

 

Obwohl «Tin Lizzie» oder die «Blechliesel» – wie Fords Modell T auch genannt wurde – viel kostengünstiger war als die

luxuriösen Hispano-Suizas oder Panhards,

bleibt sie für die meisten Arbeiter ausserhalb ihrer Möglichkeiten.

 

Zwar verdient man in der Textilindustrie 1913 deutlich mehr als noch 1875, sprich 3.90 Franken gegenüber 2.20 Franken pro Tag, dennoch sind die Männer auf das Einkommen der Frau und der Kinder angewiesen, um über die Runden zu kommen.

 

Immer häufiger fordern diese ihren Anteil am Kuchen, indem sie ihre Arbeit niederlegen.

 

Im Jahr 1907 bringen insgesamt 276 Streiks die verschiedenen Regionen hierzulande zum Stillstand.

 

Der Höhepunkt dieser Unzufriedenheit unter den Arbeitern wird 1918 erreicht, als die Schweiz ihren ersten Generalstreik erlebt.

Drei Streikende werden in Grenchen sogar von der Armee erschossen.

 

Im laufe der Zeit wandelte sich das Auto von einer knatternden Arbeitsmaschiene zu einem Hingucker mit Heckflossen und schliesslich zu einem Statussymbol inklusive markanter Kühlerfigur.

Das anfangs als technische Innovatiion bestaunte Auto wurde zu einer notwendigkeit des modernen Lebens und zum Symbol der Freiheit scchlechthin.

 

1900 - 1910

 

Bei den ersten Autos handelte es sich noch um ein Spielzug der Reichen, Autofahren war ein Hobby der Wohlhabenden, ähnlich dem Segeln oder Bergsteigen.

 Sie hätte man in der Tat sie als "Sport Utility Vehicles" oder SUVs bezeichnen können, denn sie dienten in erster Linie dem Abenteuer im Freien.

 

Früh bereits etablierte sich der Automobilsport in der Westschweiz: Am 6. Oktober 1898 trugen zehn Konkurrenten auf der Strecke Genf-Meillerie, ausschliesslich auf französischem Territorium, das erste internationale Rennen für Automobilwagen und Motorräder in der Schweiz aus. 1901 folgte das erste Bergrennen Trélex-Saint-Cergue, 1903 bei Genf der erste Kilometer-Lancé. In der Deutschschweiz beschränkte sich der Automobilsport zunächst auf Zuverlässigkeits- und Ausdauerprüfungen sowie auf Bergrennen (Albis-Rennen). 

Link

 

Die zu General Motors (GM) gehörende Marke Chevrolet, die vor 100 Jahren gegründet wurde, hat zur Hälfte Schweizer Wurzeln.

Louis Chevrolet, der 1878 in La Chaux-de-Fonds geborene Rennfahrer, Mechaniker und Ingenieur, war Namensgeber und einer von zwei Vätern der renommierten Marke.

Zusammen mit William Durant, der schon 1908 GM gegründet hatte, dieses Unternehmen aber zwei Jahre später verlassen musste, begann er 1911, in Detroit eigene Autos zu bauen.

 

Dabei profitierten die beiden vom guten Namen und Ruf Chevrolets,

der seinerzeit als Rennfahrer erfolgreich war

und Geschwindigkeitsrekorde aufstellte.

Das erste Modell, das aus dieser Zusammenarbeit hervorging, trug den Namen Classic Six Serie C.

Für das grosse, mehrheitlich von Hand gefertigte Auto waren damals 2150 Dollar zu bezahlen, was heute inflationsbereinigt rund 50 000 Dollar entspricht.

Für dieses Geld bekam man ein Fahrzeug mit einem Sechszylindermotor mit 4,9 Liter Hubraum, der 40 PS leistete und rund 65 Meilen pro Stunde schnell war.

Das zweite Modell, ein kleineres, günstigeres Auto namens Little,

verkaufte sich wie auch die C-Serie gut.

Beide Modelle wurden bis Ende 1913 gebaut. 1914 wurden die ebenfalls kleineren Modelle L und H mit Vierzylindermotoren auf den Markt gebracht und schlugen bei den Kunden sofort ein.

Zwischen den beiden Gründern kam es allerdings wegen dieser Strategie zu Meinungsverschiedenheiten, die dazu führten, dass Chevrolet 1915 seine Firmenanteile an Durant verkaufte.

Ein Jahr später übernahm Durant eine Mehrheit an GM und integrierte Chevrolet in das Unternehmen.

Beide verloren ihr Vermögen während der Weltwirtschaftskrise; Chevrolet arbeitete später als Mechaniker in einer Chevrolet-Fabrik.

Heute ist Chevrolet die führende Marke von GM, in 130 Ländern präsent und hat 2010 rund 4 Millionen Fahrzeuge verkauft.

 

Zwar verdient man in der Textilindustrie 1913 deutlich mehr als noch 1875, sprich 3.90 Franken gegenüber 2.20 Franken pro Tag, dennoch sind die Männer auf das Einkommen der Frau und der Kinder angewiesen, um über die Runden zu kommen.

 

Immer häufiger fordern diese ihren Anteil am Kuchen, indem sie ihre Arbeit niederlegen.

 

Im Jahr 1907 bringen insgesamt 276 Streiks die verschiedenen Regionen hierzulande zum Stillstand.

 

Der Höhepunkt dieser Unzufriedenheit unter den Arbeitern wird 1918 erreicht, als die Schweiz ihren ersten Generalstreik erlebt.

Drei Streikende werden in Grenchen sogar von der Armee erschossen.

 

 Die ersten "Automobilisten

waren Männer wie W.K. "Willy" Vanderbilt,

Erbe des Schiffs- und Eisenbahnkönigs Cornelius Vanderbilt.

Im Sand von Ormond Beach, Florida, fuhr Vanderbilt 1904

mit 148 km/h

einen neuen Geschwindigkeitsrekord.

 

Dabei galten 50 km/h bei den meisten Autos schon als recht flottes Tempo.

 


 

 

Mit zunehmenden Verbreitung der Fahrzeuge zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat dann der Staat immer stärker als Regulator in Erscheinung.

 

 

Zuerst gab es aber nur kantonale Regelungen

 

In der Schweiz lag das Verkehrsrecht zuerst im Kompetenzbereich der Kantone.

Einige von ihnen hatten erstmals am

13. Juni 1904

in einem interkantonalen Konkordat den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr harmonisiert

(18 Jahre nach der Patentierung des Automobils).

 

Die Kantone spüren, dass die Zeit gekommen war, die Zügel zu straffen und den «Verrückten am Steuer» Einhalt zu gebieten. Der Führerausweis wird so zum unverzichtbaren Dokument, um auf den Strassen jener Kantone fahren zu dürfen, die das Konkordat angenommen haben. 

 

"So können Autofahrer etwa wegen eines zu lauten Fahrzeugs bestraft werden; freie Auspuffanlagen sind nämlich untersagt.

Ausserdem werden Geschwindigkeitsbeschränkungen vorgesehen, um die Bürger vor Übermut zu bewahren."

Mit einem Tempolimit von 18 km/h in der Stadt und 40 km/h auf den Landstrassen ist die Gefahr eines Alkahol Rausches tatsächlich minimal.

Darüber hinaus ist auf stark frequentierten Strassen Langsamfahren angesagt, um «die Öffentlichkeit nicht mit herumfliegenden Exkrementen oder Staubwolken zu belästigen».

 

Weitere Konkordate folgten 1914 und 1921.

 

Ab 1925 waren nur noch Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug und Graubünden bei keinem Konkordat dabei.

 

Letzterer hatte im Jahr 1900 die Motorfahrzeuge kurzerhand verboten, weil sie die anderen Verkehrsteilnehmer – insbesondere die Pferdekutschen – gefährden würden.

 

 

 

In den Zeiten vor dem ersten Weltkrieg, teilweise aber auch noch danach, wurden Autos meist dort gebaut, wo die Kunden zu finden waren. So entstanden auch in der Schweiz Autofirmen wie Pic-Pic, Martini oderTuricum . Die meisten dieser Firmen konnten sich aber nicht lange der internationalen Konkurrenz erwehren, zu klein war der Heimmarkt, zu hoch die Kosten.

 

 

Die frühen Automobile waren Sonderanfertigungen, vergleichbar mit einem Massanzug, den man beim Schneider bestellte. Fahrgestell und Motor wurden in der Regel als Einheit verkauft, während die Karrosserie von eienm ganz anderen Hersteller stammte, nicht selten von einem Stellmacher oder Karosseriebauer von Pferdewagen.

 

 Allerdings bedurfte es dafür einer speziellen Ausrüstung und meist auch fachkundigen Personals in Form von Cheuffeuren und Mechanikern.

 

 

Die meisten Autowerbungen der folgenden Zeit warben für Nobelmarken wie Pierce-Arrow und Packard oder Zubehör.

 


 

Lenkrad Links, rechts oder in der Mitte? Lenkhebel oder Lenkrad?

Verbindliche Standarts setzten sich nur allmählich durch. So fragte man sich lange: Elekro, Benzin oder Dampf?

(Vor dem ersten Weltkrieg gab es zwanzig erfolgreiche Hersteller von Elektroautos).

 


 

Eine wahre Autorevolution begann in den USA mit Fords Model-T

Henry Ford hatte die Idee ein "Auto für die breite Masse" zu bauen.

Oder anders formuliert: Jeder sollte ein Auto besitzen.

Er gab dem Automobilzeitalter mit dem ersten Auto vom Fliessband, den entscheidenden Impuls.

 

Fords bezahlbares Model T hatte tiefgreifende Auswirkungen, die uns Heute kaum mehr bewusst sind.

Dieses Auto brachte Flexibilität in Freizeit und Arbeitswelt, die weder mit der Eisenbahn noch zu Pferd erreichen war.

 

Das Jahr 1908, in dem der T präsentiert wurde,

ist zugleich auch das Gründungsjahr

von General Motors (Cadillac, Oldsmobil und Buick)

GM für seine Modellvielfalt bekannt werden.


 

Das Auto betrat gemeinsam mit anderen technischen Wundern die Büne, seien es Flugzeuge, Rundfunkempfnger oder elektrische Haushaltsgeräte.